Historisch beginnt unser Vereinsleben damit, dass Rhön- und Heimatfreunde aus Nordheim und den umliegenden Ortschaften Sondheim, Stetten und Roth zunächst Mitglieder des Zweigvereins Fladungen waren (damals noch „Sektion“ genannt), der sich allerdings 1889 wieder auflöste.
Unsere Geschichte
1889
1891
43 Heimatbegeisterte scharten sich damals um Ferdinand Schloth und gründeten zum 01.01.1891 einen eigenen Zweigverein, den sie „Rother Kuppe“, nach einem 711 m hohen Berg westlich der Ortschaft Roth nannten.
Sein 1. Vorsitzender wurde Ferdinand Schloth; er blieb es bis zu seinem Tode am 04.01.1914. Unter der Führung von Ferdinand Schloth wurde schon 1891 auf der Rother Kuppe ein Aussichtsturm, der erste an dieser Stelle, errichtet.

1894
Ein weiterer Aussichtsturm auf der Königsburg, einer Anhöhe zwischen Nordheim und Neustädtles, folgte im Jahre 1894. In diesen Jahren, genau gesagt 1893, wurde am Rothberg auch ein Brunnen gefasst und dem 1. Rhönklubpräsidenten, dem Sanitätsrat Dr. Justus Schneider gewidmet.
Zur Finanzierung all dieser Maßnahmen spielten die Rhönfreunde unter der Leitung ihres 1. Vorsitzenden Ferdinand Schloth über jahrzehnte hinweg Theater, veranstalteten Konzerte, Faschingsbälle und vieles andere mehr.

1914
Mit dem Tode des 1. Vorsitzenden Ferdinand Schloth am 04.01.1914 ging einer der wichtigsten und bedeutsamsten Abschnitte in der rund 125-jährigen Geschichte unseres Vereins zu Ende. Trotz dieses schmerzlichen Einschnittes entwickelte sich das Vereinsleben weiter. Es fanden sich immer wieder bewährte und tatkräftige Heimatfreunde, die die Führung des Vereins übernahmen, so z.B. Fritz Döll von 1914 bis 1920, Leopold Hartmann von1920 bis 1925 und Longin Hahn von 1925 bis 1930.
Schon Jahre vor dem 2. Weltkrieg erlahmte die Vereinstätigkeit immer mehr, bedingt durch das damals herrschende totalitäre System. Trotz aller Mühen stürzten die mit so viel Idealismus erbauten Türme in den Wirren des 2. Weltkrieges ein.

1951
Am 20. Oktober 1951 wurde der Rhönklub-Zweigverein „Rother Kuppe“ von 18 begeisterten, heimatverbundenen Rhönfreunden wiedergegründet bzw. wieder ins Leben gerufen und Bürgermeister Alex Hösl zum 1. Vorsitzenden gewählt. Er blieb es mit einer kurzen Unterbrechung bis zu seinem tragischen Tod am 20.03.1977. Ein Denkmal an der Unfallstelle erinnert an seine großen Verdienste um die Entwicklung des Rhönklubs und seiner Rhöner Heimat. Unter dem erneuten Vorsitz von Alex Hösl ab 1959 begann für den Zweigverein „Rother Kuppe“ eine zweite sehr erfolgreich Zeit.

1953
Schon in der Gründungsversammlung wurde der Wunsch laut, das Wahrzeichen des Vereins, den Aussichtsturm auf der Rother Kuppe wieder aufzubauen. Im Herbst 1953 begannen die Vorarbeiten, im Mai 1955 war der Turm vollendet und konnte der Bevölkerung zugänglich gemacht werden. Möglich war dies nur durch den unermüdlichen Einsatz der Mitglieder und vieler Rhönfreunde. Bauholzspenden der umliegenden Gemeinden und Materialspenden heimischer Ziegeleien erleichterten die Finanzierung wesentlich.

1966
Leider hielt dieser Turm nicht allzulange den extremen Witterungsverhältnissen stand. Die Mitglieder wurden erneut gefordert und mussten schon nach rund 10 Jahren aus Sicherheitsgründen den Turm nochmals erneuern, diesmal in Stahlbetonbauweise und hoffentlich zum letzten Mal. Diesem 3. Aussichtsturm an dieser Stelle wurde ein Wanderheim angeschlossen, das allerdings wegen fehlender Erschließungseinrichtungen nur bedingt nutzbar war. Mit den Bauarbeiten wurde im September 1966 begonnen. Im Frühjahr 1970 konnte der Aussichtsturm und der neu geschaffene Aufenthaltsraum eingeweiht und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Kein geringerer als der bayerische Ministerpräsident Herr Alfons Goppel war mit dem Hubschrauber eigens aus München gekommen, um diesen feierlichen Akt zu vollziehen. Die Feierlichkeiten gelten als das 1. Bergfest am Fuße der Rother Kuppe. Anschließend folgten noch 45 weitere Bergfeste, die mit sehr viel Einsatz und Arbeit verbunden waren. Nur hierdurch konnten die enormen Aufwendungen finanziert werden.

1976
Der Bau des Rhönpark-Hotels am Fuße der Rother Kuppe machte die volle Erschließung der baulichen Anlagen des Rhönklubs, d.h. den Anschluss an die Wasserversorgung und Abwasseranlage der Gemeinde Roth im Jahr1976 möglich. Schließlich schaffte der Anbau einer leistungsfähigen Küche mit den erforderlichen Nebenräumen die Voraussetzungen für die Entwicklung des Wanderheimes zu einem gut funktionierenden Berggasthof, der allen Anforderungen gerecht wird.

1978
1978 wurde unser Wanderfreund Siegfried Karlein zum 1. Vorsitzenden gewählt. Mit großem Engagement nahm er diese Aufgabe bis zum Jahr 1987 wahr.

1982
1982 wurde der Aussichtsturm verschindelt und die Blitzschutzanlage erneuert.

1987
1987 folgte Quido Kompe im Amt des 1. Vorsitzenden des Rhönklub Zweigvereins Rother Kuppe. Er hatte dieses Amt bis 2005 inne.

ab 1991
Der in Eigenleistung mit einem enormen Aufwand erstellte Anbau einer Wohnung für den Pächter 1991 verbesserte die Funktionsfähigkeit der Anlage auf der Rother Kuppe wesentlich. Nach Abschluss dieser Baumaßnahmen, die rund 2 Jahrzehnte in Anspruch nahmen, konnte man sich wieder anderen Aufgaben widmen, so z.B. wurde 1976 der schon kurz nach der Gründung des Zweigvereins im Jahre 1893 geschaffene „Justusbrunnen“ zu Ehren des 1. Präsidenten Dr. Justus Schneider grundlegend saniert und neu gestaltet. Neu gefasst wurde in dieser Zeit auch der Aubrunnen bei Nordheim v.d. Rhön.
Im Rahmen der Städtebauförderung sanierte die Gemeinde Nordheim auch einen Teil der historischen Gaden im südöstlichen Teil der Kirchenburg. Durch die Nutzung einer dieser Gaden im Jahre 1982 wurde dem Zweigverein „Rother Kuppe“ ein langersehnter Wunsch erfüllt, ein Archiv einzurichten und auszubauen. So kann wertvolles Archivgut ordentlich aufbewahrt und kommenden Generationen erhalten werden.
Neben all diesen sehr arbeits- und zeitaufwendigen Baumaßnahmen und vielen anderen Aktivitäten, wie z.B. dem Bau und der Aufstellung von mehr als 58 Ruhebänken, der Pflege von 2 Biotopen oder den Bau von über 200 Nistkästen für die heimische Vogelwelt, hat sich der Verein in der Brauchtumspflege und im kulturellen Bereich sehr engagiert.
Schon Anfang 1979 wurde eine Volkstanzgruppe, beginnend mit zunächst 8 Paaren, gegründet. 1980 wurde die Tanzgruppe und viele interessierte Mitglieder mit einer heimatgebundenen Rhöner Tracht ausgestattet. Die Trachtentanzgruppe zählt heute 18 aktive Mitglieder. Daneben pflegen 17 Kinder im Alter von 3 bis 11 Jahren Rhöner Volkstänze und tragen die Rhöner Tracht. Leiterin dieser Trachtentanzgruppe ist seit ihrer Gründung im Jahre 1979 Frau Irmgard Seifert.
Der Mitgliederstand hat sich seit der Wiedergründung des Zweigvereins im Jahre 1951 rasant entwickelt. Heute zählt der Verein fast 500 Mitglieder. Für den nach der Grenzöffnung und der Wiedervereinigung unseres Heimatlandes wieder aktivierten Zweigvereins Dermbach hat der Zweigverein „Rother Kuppe“ die Patenschaft übernommen. Entsprechende Gastgeschenke wurden am 10.03.1990 ausgetauscht. Außerdem erinnert eine am 03.11.1990 an der „Hirtentränke“ bei Dermbach gepflanzte Linde an dieses Ereignis.
Da der 1894 erbaute Turm auf der Königsburg im 2. Weltkrieg eingestürzt war, wurde aus Anlass seines 100 jährigen Bestehens im Jahre 1991 diese geschichtsträchtige Stelle wieder in das Bewusstsein der Bevölkerung zurückgerufen und auf dem alten Fundament eine Schutzhütte in Form einer Nachbildung des Erdgeschosses des ehemaligen Aussichtsturmes errichtet. Eine dreiteilige Informationstafel dokumentiert die Geschichte der Königsburg und des Aussichtsturmes.
2006 wurde die Schutzhütte mit Brettern verschalt, so dass man jetzt auch bei schlechten Witterungsverhältnissen hier rasten und sich erholen kann. Die Eichendorff-Plakette wurde dem Zweigverein „Rother Kuppe“ am 25.0kt.1991 für langjährige besondere Verdienste und die Pflege und die Förderung des Wanderns, des Heimatgedankens und des Umweltbewusstseins verliehen. Ins Leben gerufen wurde die Eichendorfplakette vom damaligem Bundespräsidenten Karl Carsten.

1999
In unserem Vereinsheim wurde 1999 der gesamte Küchentrakt mit Spülküche generalsaniert, die Küchenausstattung erneuert und den notwendigen Bedürfnissen angepasst.
2000
Durch die Errichtung eines Kinderspielplatzes im Anschluss an die Terrasse am Turm im Jahre 2000 konnte der gesamte Komplex Berggasthof Rother Kuppe aufgewertet werden.
2001
Im Jahre 2001 wurden die gesamten Toilettenanlagen vergrößert und erneuert. Dies war nur durch einen sehr arbeitsaufwendigen Kraftakt vieler treuer Mitglieder ermöglicht worden.
2003
2003 wurden 2 Turmzimmer in Eigenleistung ausgebaut, mit sanitären Anlagen versehen und möbliert, so dass jetzt auch Gäste auf unserer Rother Kuppe übernachten können.
2004
Aufgrund der rauen winterlichen Witterungsbedingungen wurde die Zufahrtsstraße zum Berggasthof sehr in Mitleidenschaft genommen und musste 2004 mit hohem finanziellem Aufwand saniert werden.
2005
2005 wurde Frau Andrea Tratt zur 1. Vorsitzenden unseres Vereins gewählt. Dieses Ehrenamt hat sie bis heute inne.
2009
Aus wärmetechnischen und ästhetischen Gründen wurde der Sockelbereich unseres Berggasthofes im Jahre 2009 in kompletter Eigenleistung verschindelt.
2020
2020 wurde die Abdichtung des Flachdaches über dem Küchentrakt und den beiden Gasräumen erneuert. Die Wärmedämmung wurden dem aktuellen Standard ausgeführt. Diese Arbeiten wurden durch den „Hüttenfond“ vom Landratsamt gefördert.
2024
2024 wurde die vorhandene und über 35 Jahre alte Ölheizung durch eine Öl-Brennwert-Heizung ersetzt (auch dies wurde durch den „Hüttenfond“ vom Landratsamt gefördert). 2024 wurde der asphaltierte Parkplatz teilsaniert (auch dies wurde durch den „Hüttenfond“ vom Landratsamt gefördert).
Die stets ehrenamtliche Arbeit der Mitglieder des Rhönklub Zweigvereins Rother Kuppe war getragen von dem Bemühen, eine wirtschaftliche Verbesserung unserer Heimat, der Rhön zu erreichen. Wir glauben, dass wir mit der Wiedererrichtung des Aussichtsturmes auf der Rother Kuppe, mit dem Bau des Berggasthofes und der Unterhaltung dieser Immobilien einen, wenn auch nur bescheidenen Beitrag zur Erreichung des Zieles, den Fremdenverkehr in unserer Rhön voranzutreiben, geleistet haben.
Immer wieder, in der 133-jährigen Geschichte des Vereins, fanden sich auch insbesondere junge Leute, welche die Ideale der Gründer des Zweigvereins weitertrugen zum Wohle unserer Heimat und der hier in der Rhön lebenden Menschen.
Der Rhönklub ZV Rother Kuppe e.V. hat
Mitglieder
kennzeichnet über
km Wanderwege
pflegt über
Ruhebänke rund um Nordheim
bietet über
Wanderungen im Jahr
Die Vorstandschaft

Irmgard Seifert

Dr. Ulrich Leischner

Ulrich Tratt
Turmwarte
Lukas Heurung
Kevin Heurung
David Bohn
Wanderwarte
Erhard Rottenberger
Theresia Dietz
Claudia K.-Fischer
Bankwart
Ulrich Tratt
Oliver Roth
Jugendwarte
Irmgard Seifert
Stefanie Insam
Wegewart
Daniel Pschenica
Kulturwart
Petra Breunig
Naturschutzwart
Roberto Breunig
Trachtensprecher
Karin Hippeli
Tina Belver Martin
Leiterin Tanzgruppe
Irmgard Seifert
Beisitzer
Anton Heurung
Fridolin Link
Thomas Fischer
Xaver Weydringer
Kassenprüfer
Bernd-Michael Seifert
Egon Bauss
